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Festspielzeit Frühling 2016

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Das Magazin der Bregenzer Festspiele

ORCHESTERKONZERTE die

ORCHESTERKONZERTE die Musikerinnen und Musiker gemeinsam, teilweise zusammen mit ihren Familien jeden Sommer in Bregenz und Vorarlberg verbringen, sind auch zwischenmenschlich ganz wichtig. Die Wiener Symphoniker sind wie eine Familie, die hier in Bregenz zusammengewachsen ist. Wie wirkt sich die Atmosphäre in Bregenz auf ein Konzert aus? Hat ein Ort überhaupt Einfluss auf den Klang eines Orchesters? Alles kann einen Einfluss auf den Klang eines Orchesters haben. Das ist einerseits rein physikalisch zu erklären: Das gleiche Orchester mit dem gleichen Programm klingt im Wiener Musikverein anders als in der Berliner Philharmonie. Und den nicht-physikalischen Aspekt darf man sowieso nie unterschätzen – Musik wird von Menschen gemacht, wir sind keine Maschinen. Ich finde aber, dass wir in Bregenz immer besonders gut klingen. Entspannt, im Reinen mit uns und der Welt, beseelt, fokussiert, spielfreudig. Das wird sicherlich auch mit der besonderen Atmosphäre hier in Bregenz zu tun haben, und mit der Freundlichkeit und Professionalität der Mitarbeiter der Festspiele. Es macht einfach Spaß, hier zu sein. Ob als Gast oder als Künstler. Was hat Sie in der Zusammenarbeit mit den Wiener Symphonikern überrascht? Ich kannte das Orchester ja bereits als Gastdirigent, bevor ich die Einladung, neuer Chefdirigent zu werden, annahm. Ich wusste, was für phantastische Musikerinnen und Musiker dieses Orchester ausmachen. Was mich aber überrascht hat, ist der Wille des Orchesters sich weiterzuentwickeln, zu arbeiten, nie stehen zu bleiben, sondern immer neue, höhere Ziele anzustreben. Das ist wirklich ganz einzigartig. Wie war Ihr letzter Sommeraufenthalt in Bregenz? Wunderbar und sehr berührend. Zum einen nutzte ich die Gelegenheit, alte Freunde aus meiner Zeit in Ulm wiederzusehen. Außerdem spielten wir Schuberts Große C-Dur-Symphonie, ein Werk und Komponist, mit dem wir uns in meiner ersten Spielzeit bei den Symphonikern eng auseinandergesetzt haben – und ich spürte einfach, wie viel tiefer und eindringlicher unsere Interpretation durch die gemeinsame Arbeit geworden war, wie viel wir hinzugewonnen hatten. Das war ein sehr emotionaler Moment. Und schließlich öffneten wir die Generalprobe für Flüchtlinge, die in Vorarlberg lebten. Wiederum ein sehr emotionaler Moment, der uns alle zum Nachdenken über die Kraft der Musik brachte. Was sind Ihre Pläne mit den Wiener Symphonikern? Haben Sie eine Mission? Mehr Uraufführungen zum Beispiel? In erster Linie will ich gute Musik machen. Aber wie gesagt, geht es mir auch um die Weiterentwicklung, Stärkung des Klangs des Orchesters. Neben dem Blick zurück gehört dazu natürlich auch eine Vision für die Zukunft. Zeitgenössisches ist mir immer sehr wichtig gewesen, und wir haben einige Uraufführungen für die laufende und kommende Spielzeit geplant. Dieses Jahr waren wir nach langer Pause wieder bei Wien Modern aktiv, gleichzeitig spielen wir Bachs h-Moll-Messe, kombinieren Beethoven mit Bartók. Ihre zweite Saison in Wien. Hat sich das Orchester verändert? Hat Sie das Orchester verändert? Ja und ja. Das geht nur im Zusammenspiel. Wir sind beide gereift, haben neue Erfahrungen gemacht, uns technisch entwickelt und generell ein tieferes Verständnis und Vertrauen füreinander entwickelt. Der Beethoven-Bartók-Zyklus, den wir diese Saison in Wien aufführen, legt hierfür das beste Zeugnis ab. Das Schönste ist, dass wir noch lange nicht am Ende dieser Entwicklung angelangt sind: Es ist jetzt schon außergewöhnlich wunderbar, und gleichzeitig spüre ich: Das ist nur ein Versprechen auf das, was noch kommen wird, was noch möglich ist. Als Künstler ist das ein unbeschreibliches Glück. Die Fragen stellte Julia Decker. Die Orchesterkonzerte werden präsentiert von 16

DIE BREGENZER FESTSPIELE SUCHEN IHR GEBURTSFOTO BASTIEN UND BASTIENNE: AUFNAHMEN VON 1946 VERMISST Unter allen Einsendern wird eine Einladung zur Turandot-Premiere verlost GEWINNSPIEL Im kommenden Sommer erinnern die Bregenzer Festspiele 70 Jahre nach Gründung mit einer Aufführung von Bastien und Bastienne an ihre Geburtsstunde 1946. Ähnlich wie damals wird das Mozart-Frühwerk im Bregenzer Gondelhafen unweit der Seebühne auf einem im Bodensee schwimmenden Kieskahn gezeigt. Damals kamen zwei Kieskähne zum Einsatz: Auf dem einen spielten und sangen die Sänger, auf dem anderen musizierte das Vorarlberger ORF-Rundfunkorchester. SCHICKEN SIE UNS IHRE ORIGINALFOTOS! Als Dankeschön wird unter allen Einsendern eine Einladung zur diesjährigen Turandot-Premiere samt anschließender Premierenfeier verlost. Bei mehreren Einsendungen entscheidet das Los. Der Rechtsweg oder eine Barablöse ist ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der 1. Mai 2016. Mit der Einsendung des Fotos werden der Bregenzer Festspiele GmbH sämtliche und uneingeschränkte Nutzungsrechte honorar- und kostenfrei übertragen. Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bregenzer Festspiele GmbH. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. DOCH WIE HAT DAS ORIGINAL- BÜHNENBILD VON 1946 IM DETAIL AUSGESEHEN? Bislang ist in sämtlichen Archiven nur ein einziges Foto von dieser Aufführung zu finden (siehe nebenstehend). Die Bregenzer Festspiele suchen nun über das bestehende Foto hinausgehend nach weiteren Aufnahmen vom ersten Spiel auf dem See 1946. Zeitzeugen oder deren Nachkommen sind aufgerufen, möglicherweise vorhandene Originalfotos an die Bregenzer Festspiele zu senden. 17

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