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70 Jahre Bregenzer Festspiele - Vom Kieskahn zur Opernbühne im See

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Aus zwei Kieskähnen entstand eine Bühne inmitten des Bodensees, aus einer kühnen Idee erwuchs ein künstlerisches Konzept, aus Improvisation wurde Faszination. Was im August 1946 als Bregenzer Festwoche begann, stieg in sieben Jahrzehnten zum renommierten Sommerfestival empor.

Die Festspiel-Idee »In

Die Festspiel-Idee »In unserem Land ist es nun einmal so, daß neben der Pflugschar die Zither und neben dem Schreibtisch die Geige nicht vergessen wird.« Walter Schreiner, Kulturredakteur des Vorarlberger Volksblatts | Programmheft Bregenzer Festwoche 1946 Den Festspiel-Gründer sucht man in Bregenz vergebens. Es gab verschiedene Gruppen, die mit der Festspiel-Idee unterschiedliche Ziele verfolgten: Stadtrat Adolf Salzmann wollte den Tourismus ankurbeln, Landeskulturreferent Eugen Leissing ging es um Erbauung – etwas Feierliches sollte die Bevölkerung von ihren Sorgen ablenken. Und der Wiener Kurt Kaiser – er leitete die neu gegründete Vorarlberger Landesbühne – suchte nach Arbeit für die vielen Künstler und Kulturschaffenden, die 1945 aus der russischen Besatzungszone im Osten Österreichs nach Vorarlberg geflohen waren. 6

7 ↑ Befehlshaber der Deutschen Wehrmacht, der SS und Waffen-SS, die auf dem Rückzug die Kontrolle über Bregenz übernommen hatten, ließen mehrere französische Ultimaten, die Stadt kampflos zu übergeben, verstreichen. Am 1. Mai 1945 wurde die Stadt bombardiert und beschossen. Rund 80 Häuser wurden zerstört, 195 Familien waren obdachlos. Der Wiederaufbau dauerte bis in die 1950er-Jahre.

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