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Festspielzeit Frühling 2015

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Das Magazin der Bregenzer Festspiele

und sich ansingen. Ich

und sich ansingen. Ich fände es bis heute richtiger, wenn zum Beispiel im Parlament gesungen würde. Mit den Geschichten habe ich mich nicht unbedingt identifiziert, ich war ja immer das schwindsüchtige Mädchen! Ich habe Mimì geliebt und habe sie hinreißend gefunden, aber die Geschichte hat mich nicht wirklich in ihren Bann gezogen. TURANDOT KONSTANTIN WECKER Bei Turandot fand ich vor allem die Musik spannend, die für mich eine ganz neue Welt war. Man hört, wo Puccini hätte hingehen können. Als junger Mann habe ich Turandot in der Oper gesehen. Ich finde es eine wunderschöne Filmmusik, aber die Handlung funktioniert nicht. Puccini ist sicher auch daran gestorben, dass er mit diesem Text nicht klargekommen ist. Da geht jemand mit einer ganz großen Liebe zu einer Frau. Es ist ihm völlig egal, ob er umgebracht wird, weil er sie so wahnsinnig liebt. Seine Liù opfert er hemmungslos. Was ist das für ein ekelhafter Typ! Filmmusik ist bei manchen ein erniedrigendes Wort, bei mir überhaupt nicht. Puccini hat noch keine Filmmusik machen können, aber er ist der Schöpfer, der Beginn der Filmmusik. Alle haben von ihm geklaut. Was wären Ennio Morricone oder Nino Rota ohne Puccini! Wie überhaupt sehr viele Komponisten sich – ob gewollt oder nicht – auf Puccini beziehen. Ich durfte Carl Orff in seinen letzten Lebensjahren kennenlernen und er hat einmal angedeutet, dass Carmina Burana ohne Turandot undenkbar gewesen wäre. MEIN RESERVOIR Das gesamte Reservoir, aus dem ich bis heute für meine Musik, natürlich auch für die Filmmusik schöpfe, kommt aus dieser Kindheit, im Endeffekt von Verdi und Puccini. Das ist mein unerschöpfliches musikalisches Reservoir. Letztlich habe ich alles improvisiert, deswegen bin ich wohl auch kein klassischer Pianist geworden. Dafür bin sehr dankbar, denn ich konnte meinen eigenen Weg gehen, aber kenne natürlich auch meine Grenzen. Was ich in meiner Kindheit mitbekommen habe, ist ein Fundus, der mehrere Leben lang halten würde. Eigentlich möchte ich mit meiner Musik auch rühren. Meine neue CD wird Ohne Warum heißen. Das geht zurück auf ein Gedicht von Angelus Silesius: »Die Ros ist ohn Warum, sie blühet, weil sie blühe«. Schon Jahrhunderte vor ihm sagte Meister Eckhart, er lebe, weil er lebe, »sunder varumbe«, ohne Warum. Dieser Gedanke, dass alles erst einmal geschaffen werden muss ohne Warum, ohne nach Gewinn zu streben, ohne etwas bewirken zu wollen, sondern einfach, weil du da bist und weil es aus dir kommt. Das ist für mich auch das Wesentliche, wie Kunst zu sein hat, auch die politische. Will ich, dass man nach einem politischen Lied rausgeht und eine Revolution anzettelt? Nein! Ich will zunächst mal gar nichts. Ich will meiner Wut Ausdruck verleihen. Und wenn das was in anderen bewirkt, dann sollen sie selbst entscheiden, was sie damit anfangen. Natürlich will man etwas bewirken, aber eher, dass man in die Tiefe des Herzens des Zuhörers gelangen möchte. Und auch das darf nicht der Gedanke beim Schreiben sein. Wenn du darüber nachdenkst, wie das Publikum es aufnehmen wird, hast du schon verloren. Du hast vielleicht viel Geld gewonnen und einen Hit geschrieben, aber als Künstler hast du verloren. KONSTANTIN WECKER geboren 1947 in München, wirkt seit 40 Jahren als Sänger, Dichter und Komponist. 32

STARKE PARTNER- SCHAFT FÜR UNSERE UMWELT Seit der Spielzeit 2013/2014 ist illwerke vkw »Green Energy«-Partner der Festspiele. Seit Jahren verbindet die Festspiele eine enge Partnerschaft mit dem Vorarlberger Energiedienstleister illwerke vkw. Diese Partnerschaft wurde im Laufe der Zeit weiter vertieft. Das Ziel ist es, das Festival mit dem Know-how beider Unternehmen auf Grundlage klarer ökologischer Kriterien zu einem »Green Festival« zu entwickeln. Die Aufführungen des Kulturunternehmens sollen noch ressourcenschonender als bislang veranstaltet werden. Langfristig soll weitestgehend erneuerbare Energie zur Anwendung kommen. STROM AUS WASSERKRAFT NOCH AUF DER SUCHE NACH EINEM RAHMENPROGRAMM ZUM FESTSPIELBESUCH? Alle Infos zu den faszinierenden Ausflugszielen im Montafon finden Sie unter www.illwerke-tourismus.at. illwerke vkw ist ein Vorarlberger Unternehmen mit langer Tradition – bestehend aus den beiden Gesellschaften Vorarlberger Illwerke AG und Vorarlberger Kraftwerke AG. Die Ursprünge der beiden Unternehmen liegen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. illwerke vkw erzeugt Strom ausschließlich aus Wasserkraft und anderen erneuerbaren Energieträgern. Die Infrastruktur, die bereits für den Bau der ersten Kraftwerke errichtet wurde, hat illwerke vkw im Lauf der Jahrzehnte kontinuierlich ausgebaut und touristisch nutzbar gemacht. FASZINIERENDES BERG - ERLEBNIS AUF DEN SPUREN DER WASSERKRAFT Entstanden sind dabei einige der beliebtesten Ausflugsziele für Vorarlberg-Besucher – wie beispielsweise die weltbekannte Silvretta- Hochalpenstraße (Bild). Harmonisch eingebettet in die hochalpine Landschaft, bietet diese Passstraße den Gästen einzigartige Naturerlebnisse. Inmitten der imposanten Gebirgslandschaft schlängelt sich die Traumstraße der Alpen elegant Richtung Bielerhöhe empor. Die Bielerhöhe, am Scheitelpunkt der Silvretta-Hochalpenstraße zwischen dem Montafon und dem Paznaun, ist Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen und Touren. Zum Verweilen stehen das Restaurant Silvrettasee und das Drei-Sterne- Hotel Silvrettahaus zur Wahl. Ein faszinierendes Bergpanorama rund um den Silvrettasee mit Blick auf den Piz-Buin-Gletscher und Vorarlbergs höchsten Berg, den Piz Buin (3.312 m), rundet das Angebot ab und macht jeden Ausflug unvergesslich. PARTNER DER BREGENZER FESTSPIELE 33

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