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Festspielzeit Frühling 2021

Das Magazin der Bregenzer Festspiele

Längst sind Orgeln

Längst sind Orgeln nicht mehr nur im sakralen Umfeld zu finden. Wie modern und vielfältig das Instrument sein kann, beweist die Orgel-Skulptur für den Konzert- saal im chinesischen Nantong. WIND Villa, zehn Meter misst die größte Orgelpfeife, die kleinste nur acht Millimeter bei einem Durchmesser von drei bis vier Millimetern. Das 65-köpfige Team in Schwarzach stellt jährlich vier bis fünf Orgeln her, »je nach Größe«, sagt Eberle: »Sind es ganz große Projekte, fertigen wir pro Jahr maximal zwei Orgeln.« Konzentrierte sich früher der Orgelbau ganz auf sakrale Instrumente, macht heute der Anteil der Konzertorgeln rund die Hälfte der Aufträge aus. Die Orgeln werden zur Gänze in Schwarzach gefertigt. »Von der Mechanik über die Elektronik, bis hin zur Klang-Kunst wird alles hier geplant und hergestellt. Die gesamte Wertschöpfung findet im Haus statt«, erklärt der Firmenchef hörbar stolz. So finden sich in der Firma Gießerei, Schreinerei, Elektro- und Elektronikabteilung, Intonationsatelier, Restaurationswerkstatt, Planungsbüro und Verwaltung unter einem Dach. Ein Umstand, der den größten österreichischen Orgelbau-Betrieb ohne nennenswerte Lieferengpässe durch die Corona-Krise kommen ließ. Ventile und andere bewegliche Teile aus harter Weißbuche gefertigt. Verarbeitet wird nur heimisches Holz, zwischen 11 und 17 Holzsorten kommen zum Einsatz. Ausnahme sind die schwarzen Tasten für Manuale und Pedale, sie stammen vom afrikanischen Grenadillbaum. Für die weißen Tasten, früher aus Elfenbein geschnitzt, verarbeitet man heute im Orgelbau Rinderknochen. Das organische Material bewähre sich haptisch besser als der beispielsweise im Klavierbau übliche Kunststoff, erklärt Eberle. Orgelbau sei wohl der Handwerksberuf mit der vielfältigsten Ausbildung, sagt er, der den Beruf auch selbst erlernt hat. Er ergänzte das Berufsbild in seinem Unternehmen durch einen weiteren Aspekt: die Musikausbildung. Einmal pro Woche erhalten Lehrlinge – aktuell machen 13 junge Menschen bei Rieger eine Ausbildung – von einem Musikpädagogen in Einzelstunden Orgel- und Musikunterricht. Weil zum handwerklichen Können auch musikalisches Verständnis gehöre, betont Eberle. KLANGERLEBNIS FÜR DIE SINNE sonst Organistinnen und Organisten vorbehalten ist, wird in Bregenz auch das Publikum erleben: die unmittelbare Nähe zum Instrument. Man wird mitten im Orgelwald sitzen. »Das Publikum wird von der Orgel umschlossen sein, die Musik hören und auch spüren«, verrät Olaf A. Schmitt. So darf sich nicht nur Poliphilo im Traumwald verlieren. WERKSTATTBÜHNE WIND Alexander Moosbrugger Oper | Text vom Komponisten nach Francesco Colonnas Hypnerotomachia Poliphili in der Übersetzung von Thomas Reiser und Joscelyn Godwin | Uraufführung HANDWERK MIT MUSIKAUSBILDUNG »Alles an unseren Orgeln ist Handarbeit«, betont Eberle. Die Orgelpfeifen werden aus einer Zinn-Blei-Legierung gegossen, die Für die Bregenzer Festspiele schafft der Traditionsbetrieb ein Instrument, das nicht nur vom Aussehen und Klangspektrum einer konventionellen Konzertorgel abweicht, sondern auch ein Gesamterlebnis für alle Sinne bieten soll. Was Premiere 19. August 2021 – 20.00 Uhr Vorstellungen 20. und 21. August – 20.00 Uhr | Werkstattbühne 22

VERANTWORTUNG UND ENGAGEMENT Bei der Hypo Vorarlberg geht es nicht nur um Zahlen, sie versteht sich vor allem als eine Bank für die Menschen in der Region. Wirtschaftlicher Erfolg heißt für die Hypo Vorarlberg nicht nur bilanzielles Wachstum und Ertrag. Er bedeutet auch, dass sie der Gesellschaft etwas zurückgeben kann. Eine Verantwortung, die die Bank bewusst wahrnimmt. Als stark verwurzelte Regionalbank legt sie besonderen Wert darauf, das kulturelle Leben in Vorarlberg zu bereichern und unterstützt die vielfältigen Kultureinrichtungen im Land. LANGFRISTIGE PARTNER Bei allen Engagements achtet die Hypo Vorarlberg auf Regionalität und strebt langjährige, tragfähige Partnerschaften an. »Wir sind keine Partner auf Zeit. Wir wollen unsere Kunden und Partner über viele Jahre begleiten und sind auch da, wenn es einmal nicht so gut läuft«, so Michel Haller, Vorstandsvorsitzender der Hypo Vorarlberg. Da ist es nur konsequent, dass die Bank auch in der Corona-Pandemie ihren Partnern verbunden blieb. Langfristig ausgerichtet ist auch die Partnerschaft mit den Bregenzer Festspielen, die bereits seit über 30 Jahren währt. Seit 2013 engagiert sich die Hypo Vorarlberg als Hauptsponsor. Gemeinsame Werte wie Qualität, Verantwortung und Achtsamkeit bilden ein starkes Fundament für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Darüber hinaus ist die Hypo Vorarlberg seit 2009 Sponsor des Vorarlberger Landeskonservatoriums und langjähriger Partner der Vorarlberger Kulturhäuser. Ein besonderes Anliegen ist ihr dabei die künstlerische Nachwuchsund Talenteförderung. ERFOLGE TEILEN Neben dem starken kulturellen Engagement werden mit einem eigenen Spendenfonds soziale Projekte sowie Menschen aus der Region, die unverschuldet in Not geraten sind, finanziell unterstützt. Die Bank teilt ihren wirtschaftlichen Erfolg, indem jährlich ein Teil des erzielten Gewinnes in den Spendenfonds fließt. So konnten seit dessen Gründung bereits knapp 1,3 Millionen Euro an Unterstützungen ausbezahlt werden. PARTNER DER BREGENZER FESTSPIELE Michel Haller ist Vorstandsvorsitzender der Hypo Vorarlberg. Seit über 30 Jahren begleitet die Regional- bank die Bregenzer Festspiele als Partner. 23

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