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Festspielzeit Sommer 2015

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Das Magazin der Bregenzer Festspiele

OPER IM FESTSPIELHAUS

OPER IM FESTSPIELHAUS 14

DER WUNDER­ BARE UND WUNDERSAME MENSCH E. T. A. Hoffmann in Jacques Offenbachs Hoffmanns Erzählungen HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN E. T. A. HOFFMANN wurde 1776 in Königsberg geboren. Der Dichter, Komponist und Zeichner schuf zahlreiche Selbstportraits – links sein »Selbstbildnis mit physiognomischen Erklärungen«. Der Dichter als Bühnenstar. Die Faszination für den unglücklich Liebenden. Der Schauer durch unheimliche Gestalten. – Warum der Dichter, Zeichner und Komponist Ernst Theodor Amadeus Hoffmann vor allem im Frankreich des 19. Jahrhunderts die Menschen beeindruckte, hat viele Ursachen. In seinen Erzählungen werden Figuren aus der Vergangenheit wieder lebendig, erscheinen beängstigende Doppelgänger, verlieren Menschen ihr Spiegelbild. Diese phantastischen Welten haben die beiden Dichter Jules Barbier und Michel Carré so fasziniert, dass sie E. T. A. Hoffmann selbst zum Protagonisten eines Dramas machten, wo er sich als Hauptfigur in seinen eigenen Erzählungen wiederfindet. Was heute wie eine postmoderne Konstruktion des sich selbst reflektierenden Theaters anmutet, ist ein charmantes, heiteres und gleichzeitig düsteres Theater stück von beinahe faustischem Aus maß, wenn in der letzten von Hoffmanns Erzählungen der Dichter einen mephistophelischen Pakt um sein eigenes Spiegelbild eingeht. 15 Das Phantastische und Abgründige – Elemente der sogenannten schwarzen Romantik – waren in Mode, wie Rüdiger Safranski beschreibt: »Im Jahrzehnt vor und nach der Französischen Revolution hatte die Lust am Geheimnis Konjunktur. Das Licht der Aufklärung verlor an Glanz. Bis in die einfachen Volksschichten war es sowieso nicht vorgedrungen. [...] Am Ende des Jahrhunderts kann das Wunderliche wieder selbstbewusst als das Wunderbare auftreten. Wie eh und je ziehen die Wunderheiler über die Straßen«, ist in seiner Biographie von E. T. A. Hoffmann zu lesen. In Hoffmanns Erzählungen treten gleich zwei solche Wunderheiler auf: der ominöse Augenverkäufer Coppélius im zweiten Akt und der Doktor Miracle im dritten Akt. Motor des Theaterstücks und der darin erzählten Erzählungen ist Hoffmanns unstillbare Sehnsucht nach Liebe. Die Liebe ist untrennbar mit seinem künstlerischen Schaffen verknüpft: Könnte er glücklich lieben, wäre mit der erfüllten Sehnsucht auch sein künstlerischer Antrieb erloschen. Oder kann er genau

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