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Festspielzeit Sommer 2015

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Das Magazin der Bregenzer Festspiele

KONZERT IM KUNSTHAUS

KONZERT IM KUNSTHAUS Joan Mitchell – »La Chatière«, 1960, Öl auf Leinwand, 194,3 x 149,9 cm 20

INSPIRIERENDER DIALOG Sie lernten sich in der New Yorker Cedar Bar kennen – die Malerin Joan Mitchell und Morton Feldman (Foto). Der amerikanische Komponist, der von 1926 bis 1987 lebte, schätzte den Austausch mit anderen Künstlern, woraus er seine Inspiration bezog. Neben Joan Mitchell stand Feldman auch in Kontakt mit den bildenden Künstlern Jackson Pollock, Mark Rothko und Robert Rauschenberg sowie dem Schriftsteller Samuel Beckett. Die Malerei des New Yorker Abstrakten Expressionismus brachte Feldman dazu, eine Musik zu schreiben, die »direkter, unmittelbarer, körperlicher war als alles, was bis dahin existiert hatte«. Das Kunsthaus Bregenz und die Bregenzer Festspiele möchten die von Mitchell und Feldman geführten inspirierenden Gespräche auf nonverbaler Ebene fortführen. In der Ausstellung Joan Mitchell. Retrospective. Her Life and Paintings, die das Kunsthaus vom 18. Juli bis 25. Oktober 2015 zeigt, ist Feldmans faszinierend einfaches Klavierstück For Bunita Marcus zu hören. »Am Anfang habe ich Nichts, am Ende habe ich Alles«, sagte Feldman und beschreibt damit auch den Stil des Klavierstücks, das er 1985 für die befreundete Komponistin und Pianistin Bunita Marcus schuf. Morton Feldman und Joan Mitchell im Kunsthaus Bregenz Aus Stille entsteht ein Sog geheimnisvoller Klänge, die immer wieder in neuem Licht erscheinen. Das Publikum kann gleichzeitig hören und sehen, wie sich die Stile des Komponisten und der Malerin befruchteten. Mitchells Ästhetik lässt sich auch in Feldmans Musik erkennen: »In ihrer absolut eigenständigen Bildsprache treten Konzeption und Emotion in mitunter sehr großen Formaten in einen Dialog, der die Betrachter gleichermaßen sinnlich verführt und intellektuell stimuliert«, schreibt Yilmaz Dziewior, der Kurator der Ausstellung. Fasziniert von Feldmans Musik schuf Ernst Marianne Binder einen Theaterabend, dessen Musik nun in Dialog mit Joan Mitchells Malerei tritt. Der Regisseur und Autor, der gerade im Opernatelier der Bregen- zer Festspiele an einer Oper nach Virginia Woolfs Roman To the Lighthouse (Zum Leuchtturm) arbeitet, gibt vor dem Konzert Einblicke in die grenzüberschreitende Welt Morton Feldmans. Am Flügel ist die italienische Pianistin Maria Flavia Cerrato zu erleben, die am Conservatorio di Musica »Santa Cecilia« di Roma studierte und an der Kunstuniversität Graz den Master-Studiengang »Performance Practice in Contemporary Music« mit Auszeichnung abschloss. MORTON FELDMAN & JOAN MITCHELL Klavier Maria Flavia Cerrato 5. August 2015 – 21.00 Uhr Kunsthaus Bregenz KONZERT IM KUNSTHAUS 21

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