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Festspielzeit Sommer 2015

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Das Magazin der Bregenzer Festspiele

SPIEL AUF DEM SEE

SPIEL AUF DEM SEE 4

OPULENTES MORDEN AM BODENSEE EINE MAUER, 205 KRIEGER UND JEDE MENGE TECHNISCHE RAFFINESSEN TURANDOT Köpfe werden rollen, wenn Prinzessin Turandot im Juli auf der Bregenzer Seebühne die Regentschaft übernimmt. Turandot, die grausame Opern- Prinzessin, lässt alle Brautwerber, die ihre Rätsel nicht lösen können, köpfen. Bis ein geheimnisvoller Prinz die herzlose Frau mit ihren eigenen Waffen schlägt. Er stellt selbst eine Rätselfrage, die sie nicht beantworten kann. Aber Turandot muss zur Strafe nicht sterben, nur heiraten. Elisabeth Sobotka, die neue Intendantin der Bregenzer Festspiele, hat sich Giacomo Puccinis Oper Turandot »wegen der farbenprächtigen Partitur und ihrer märchenhaften Geschichte« für ihre erste Saison in Bregenz ausgesucht. Als Regisseur holte sie den Schweizer Marco Arturo Marelli, der Turandot zuletzt 2014 an der Oper Graz, dem früheren Schaffensort von Elisabeth Sobotka, inszeniert hat. Marco Arturo Marelli, Bühnenbildner und Regisseur in Personalunion, stellt sich der Herausforderung Seebühne zum ersten Mal. »Man kann sich nicht vorstellen, wie komplex und kompliziert diese riesige Bühne ist.« Marelli staunt, was man am See alles berücksichtigen muss: »Gewicht, Wind, Wasser und Hochwasser noch dazu.« Er habe ein erstes Modell gebaut, ein zweites, ein drittes, erzählt Marelli. Was nun in Bregenz zu sehen ist, sei das Ergebnis der beispiellosen Zusammenarbeit mit dem Technikteam. Marelli: »Wir haben zweieinhalb Jahre miteinander gearbeitet. So intensiv war die Zusammenarbeit mit der Technik noch nie.« LIEBE & TOD IM BREITBILDFORMAT 40 Technikfirmen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und aus Rumänien wirken an der Entstehung Chinas im Bodensee mit. Für Puccinis dramatisches Spiel um Liebe und Tod geht die Festspielbühne in die Breite: Wie ein riesiger chinesischer Drache schlängelt sich der Blickfang, eine riesige Mauer, 72 Meter über die Bühne. EINE MAUER LEUCHTET AM SEE Bei der Gestaltung des Bühnenbilds war Marelli darauf bedacht, nicht in China-Romantik oder, wie er es bezeichnet, in »China- Restaurant-Kitsch« zu verfallen. Dem Bühnenbild wird es dennoch nicht an orientalischer Opulenz fehlen. Orangerot wie die untergehende Sonne leuchtet die Mauer, zwei Türme, einer mit rotem Teepavillon, ragen in den Bregenzer Himmel. 650 Mauersteine haben die Kascheure Frank Schulze und Arno Hagspiel für das monumen - tale Bühnenobjekt konzipiert und 5

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