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Festspielzeit Sommer 2015

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Das Magazin der Bregenzer Festspiele

SPIEL AUF DEM SEE Erst

SPIEL AUF DEM SEE Erst 1974 wurde die einzigartige Terrakotta-Armee aus Ton und Bronze wiederentdeckt, die gemeinsam mit dem chinesischen Kaiser Qin Shi Huangdi begraben wurde – jenem Kaiser, der auch die ersten Teilstücke der Chinesischen Mauer errichten ließ. In insgesamt drei 8 Gruben von mehr als 20.000 Quadratmetern symbolisierten 8.000 lebensgroße Krieger und Pferde sowie über 100 Holzwagen die unbesiegbare Arme. Aufgereiht in Maschierkolonne und Schlachtordnung und ausgestattet mit realen Hieb- und Stichwaffen, unterscheiden sich die ehemals farbigen Figuren sogar in Soldatengraden. 30 Jahre lang sollen 700.000 Menschen am Bau der Grabanlage beteiligt gewesen sein. Seit 1979 ist die Armee als achtes Weltwunder in einem Museum zu be staunen und steht seit 1987 auf der UNESCO-Welterbe-Liste.

in einer frühchinesischen kaiserlichen Grabanlage fanden. KRIEGER ZU WASSER UND ZU LAND Wie die Mauer nicht aus Stein ist, sind die Bregenzer Krieger nicht aus Terrakotta. Die Luftkrieger wurden aus dem leichten Kunststoff Polycarbonat hergestellt, die Wasserkrieger aus Beton, um mit je über 500 Kilogramm den Wellen standzuhalten. Ihrem jeweiligen Einsatzort entsprechend, Wasser oder Land, bekamen die Figuren somit das nötige Gewicht. So ist auch das Stahlgerüst der Wasserkrieger schwerer als jenes der Luftkrieger. Schließlich sollte keiner der Krieger den Pfänder hochwandern oder wegschwimmen, meint ihr Schöpfer Frank Schulze. Besondere Beschichtungstechniken, beispielsweise mit Sand, geben einem Teil der Bühnenkrieger eine opake Wirkung. Die Krieger sind übrigens stattliche Kerle, jeder misst rund zwei Meter. Herzstück der Seebühne ist der drehbare Zylinder. Der Präsentierteller misst 16 Meter im Durchmesser. Maximal dürfen sich auf dem Drehzylinder 54 Darstellende befinden. Die bewegen sich auf schiefer Ebene, 15 Prozent Steigung hat der Bühnenboden. TECHNISCHE GEHEIMNISSE Die Bregenzer Festspiele sind bekannt für ihre ausgeklügelten technischen Effekte. Wände öffnen sich, große Bühnenteile lassen sich verwandeln. So wird in Turandot der Zylinder verschiedene Schauplätze in seinem Inneren verbergen. Sichtbar werden sie erst, wenn sich ein riesiger Teil des Zylinders hebt. Was wird dann zu sehen sein? Das Bildnis der schönen Grausamen? Die berühmte Kussszene? Diese und weitere Bühnengeheimnisse werden erst bei der Premiere enthüllt. TURANDOT Das Spiel auf dem See wird präsentiert von China im Bodensee: Bühnenbildner und Regisseur Marco Arturo Marelli ließ sich für seine »Turandot« von den imposanten Herrschaftssymbolen Chinas inspirieren. 9

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