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Festspielzeit Sommer 2017 Extra

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Das Magazin der Bregenzer Festspiele

»Manchmal ermöglichte

»Manchmal ermöglichte uns die Präsentation roher Ideen vor Publikum, noch tiefer zu gehen und uns an Orten wiederzufinden, an die wir ansonsten nicht gekommen wären.« ZESSES SEGLIAS WERKSTATTBÜHNE lassen. Um ein Beispiel zu nennen: Die zwanghafte Unsicherheit einer der Charaktere, Lily Briscoe, brachte mich dazu, ihre Sätze in der Oper auf einzelne Silben zu reduzieren. Das setzt natürlich voraus, dass das dominierende Gefühl durch andere Mittel ausgedrückt wird. Eine weitere von mir häufig verwendete Technik ist das innere Sprechen oder Singen. Die Anweisung an die Sänger lautet, die Worte für sich selbst zu transportieren, ganz weit hinten in ihrem Mund, wie sanftes Murmeln. Durch die Mikrophone verstärkt vermittle ich bewusst bestimmte Wörter durch dieses Gemurmel und kreiere dadurch eine Stimme mit mehreren Ebenen, eine Art Polyphonie zwischen Gedanken und gesprochener Sprache, zwischen Bewusstsein und Unbewusstsein. Sehr unterschiedliche Musiker haben die Behandlung der Stimme in To the Lighthouse inspiriert. Außer Salvatore Sciarrino, Luciano Berio, Beat Furrer gehören auch Demetrio Stratos, Diamanda Galas, Tom Waits und Nick Cave dazu. Wie haben diese Künstler die Komposition beeinflusst? Über die gesamte Musikgeschichte hinweg ist die Stimme auf verschiedene Weisen behandelt worden. Von antiken Ritualen zu barocker Rhetorik, von tibetischen Mönchen bis zur Popkultur – Inhalt durch Klang hervorzubringen und umgekehrt war schon immer faszinierend. Es ist nicht mehr nötig und schon lange kein Tabu mehr, sich auf das Gebiet der sogenannten zeitgenössischen Musik zu beschränken. Aus meiner Sicht wäre das dumm. In diesem Sinn dokumentiere ich. Ich versuche, mir so viele unterschiedliche Dinge wie möglich anzuhören und den eigenen Weg jedes Künstlers zu erkennen. Offenkundig gibt es Fälle wie die genannten, die ich attraktiver finde als andere. Am Ende muss es aber das Ziel sein, meinen eigenen Weg zu finden, um das zu erfüllen, woran ich glaube. Auf der anderen Seite wäre es anmaßend, nicht denjenigen Respekt zu zollen, die meinen Horizont erweitert haben. Schon während des Entstehungsprozesses haben die Musiker des Symphonieorchesters Vorarlberg einige Ausschnitte aus der Komposition gespielt. Die Instrumentation der Oper schließt auch Instrumente wie Saxophon, E-Gitarre und Akkordeon ein, die klassischerweise nicht zu einem Symphonieorchester gehören. Was ist das Konzept für das große Ensemble, wie es in der Partitur genannt wird? Die Verwendung des Ensembles in To the Lighthouse birgt zahlreiche Rollen: Manchmal erzeugt es eine Klanglandschaft für die menschlichen Stimmen, manchmal kommentiert das Ensemble den Text und die Geschichte, manchmal wird es zu einer großen Meta-Stimme. Zu jeder gegebenen Zeit dient es jedoch der übergeordneten Dramaturgie. Der Hauptgrund, warum mir ein großes Ensemble von 18 Musikern erforderlich schien, waren die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten, die es mit sich bringt: Sowohl orchestrale Strukturen als auch kleinere Besetzungen lassen sich verwenden. Für die Instrumente entschied ich mich schlichtweg, weil mir deren Klang gefällt. Die Fragen stellte Olaf A. Schmitt. WERKSTATTBÜHNE TO THE LIGHTHOUSE Zesses Seglias Kammeroper in drei Teilen | Libretto von Ernst Binder nach Virginia Woolf | In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln | Uraufführung Premiere 16. August 2017 – 20.00 Uhr Vorstellung 18. August – 20.00 Uhr | Werkstattbühne 26

DAS SWR4 BLECHDUELL GEHT IN DIE VIERTE RUNDE SWR4 BADEN-WÜRTTEMBERG SUCHT DIE MITREISSENDSTEN BLASMUSIKER DES LANDES SWR4 Baden-Württemberg bereitet allen Blas- und Brassbands zum vierten Mal eine große Bühne. Bis 28. Februar 2018 sind diese deshalb aufgefordert, sich für das SWR4 Blechduell zu bewerben. Das Motto lautet »Blasmusik mal anders«: Von traditioneller Polka über Jazz bis hin zu Schlager, Pop und Urban Brass dürfen die Bands zeigen, was Blasmusik alles kann. Es darf ruhig ein wenig frech und in jedem Fall unterhaltsam sein. Voraussetzungen für eine Teilnahme sind eine schriftliche Vorstellung der Band mit Foto sowie ein Hörbeispiel. Die Band darf aus mindestens zwei, maximal 30 Musikern bestehen, die mindestens 14 Jahre alt sind. Die Blechblasinstrumente sollen in der Band dominieren, aber selbstverständlich können auch Instrumente wie Saxofon oder Klarinette zum Einsatz kommen. In drei Vorentscheiden können die Bands zeigen, was in ihnen steckt. Die Vorentscheide sind Open-Air- Partys, bei denen eine fachkundige Jury und das Publikum entscheiden, welche Band ins Finale kommt. Auf den Sieger wartet eine zweitägige Aufnahmesession im hochprofessionellen SWR-Aufnahmestudio. Dort spielt zum Beispiel die SWR Big Band ihre Stücke ein. Dort waren auch schon Moop Mama, Ernst Hutter mit seinen Egerländern oder Stumpfes Zieh und Zupfkapelle. Also am besten gleich bewerben unter swr4.de/blechduell. PARTNER DER BREGENZER FESTSPIELE DAS SWR4 BLECHDUELL IM ÜBERBLICK Bewerbung bis zum 28. Februar 2018 Vorentscheide 8. - 10. Juni 2018 Finale 29. Juni 2018 27

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