Aufrufe
vor 3 Jahren

Festspielzeit Sommer 2017 Extra

  • Text
  • Bregenzerfestspiele
  • Bizet
  • Carmen
  • Mozart
  • Figaro
  • Festspielhaus
  • Symphoniker
  • August
  • Oper
  • Festspiele
  • Musik
  • Wiener
  • Vorarlberg
  • Bregenz
  • Bodensee
  • Sommer
Das Magazin der Bregenzer Festspiele

EIN SINGENDES SAXOFON

EIN SINGENDES SAXOFON MIT VIELEN KLÄNGEN OPUS XXI Junge Musikerinnen und Musiker der Akademie Opus XXI präsentieren ihr Abschlusskonzert in Bregenz. 28

Mit Musik von Johann Sebastian Bach und Robert Schumann, die sie auf dem Saxofon spielt, begeisterte Asya Fateyeva in den vergangenen Jahren die Musikwelt. Sie erhielt zahlreiche Preise und wurde mit einem ECHO Klassik 2016 ausgezeichnet. Besonders am Herzen liegt der 1990 in der Ukraine geborenen Künstlerin die zeitgenössische Musik. Sie wünscht sich, dass viel mehr Komponisten neue Werke für ihr Instrument schreiben. Bei den Bregenzer Festspielen wird sie ein neues Werk aus der Taufe heben, gemeinsam mit den Teilnehmern der Akademie Opus XXI. Die jungen Musikerinnen und Musiker treffen sich zehn Tage lang in Trossingen (Schwarzwald), um gemeinsam die besonderen Herausforderungen von zeitgenössischen Werken zu meistern. Für das Abschlusskonzert kommen sie nach Bregenz. Neben dem neuen Werk des französischen Komponisten Bertrand Plé für Saxofon, Sopran und Ensemble gab Opus XXI ein weiteres in Auftrag: Der griechische Komponist Zesses Seglias, dessen Oper To the Lighthouse auf der Werkstattbühne uraufgeführt wird, schrieb ein kurzes Stück für weibliche Stimme und Ensemble, worüber er sich folgendermaßen äußert: »Gewissermaßen betrachte ich es als ein Impromptu zu To the Lighthouse, da es kaum Text und keine Nachfolgegeschichte mehr gibt. Nichtsdestotrotz klingt es wie ein Echo der Oper. Das Stück trägt den Titel Where the light never reaches. Im Kopf hatte ich dabei die Rückseite einer Leuchtturmlampe.« Die Mezzosopranistin Stefanie Flaig wird das Werk zur Uraufführung bringen und zudem in einem Auftragswerk von Mioko Yokoyama zu hören sein. Wie die Sopranistin Louise Leterme, die Bertrand Plés Stück singen wird, erhält auch Stefanie Flaig in der Arbeitsphase des Konzerts wertvolle Erfahrungen von Donatienne Michel-Donsac, einer der bedeutendsten Interpretinnen zeitgenössischer Musik. Sie selbst wird gemeinsam mit den erfahrenen Musikern des Ensembles instant donné das im Jahr 2000 geschriebene Stück La nuit en tête aufführen. Es stammt aus der Feder eines der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts: Georges Aperghis. Der Grieche hat maßgeblich den musikalischen Umgang mit der menschlichen Stimme beeinflusst und lebt seit den 1960er-Jahren in Paris. Dort erhielt auch der tschechische Komponist Miroslav Srnka wesentliche Impulse für seine Arbeit. Im vorigen Jahr wurde seine Oper Make No Noise als österreichische Erstaufführung auf der Werkstattbühne präsentiert. Sein Ensemblewerk Les Adieux schrieb er im Gedenken an die drei verstorbenen Kinder Antonín Dvořáks: Jedem der drei Kinder widmete er eine eigene Weiterführung der Kadenz aus Ludwig van Beethovens berühmter Klaviersonate Les Adieux. SEESTUDIO | FESTSPIELHAUS OPUS XXI Werke von Zesses Seglias, Miroslav Srnka, Bertrand Plé, Georges Aperghis u. a. 11. August 2017 – 19.30 Uhr 29 Lieblingswerke Jede Veränderung, jede neue Idee kann der Schlüssel zum Erfolg sein. Als Carmen 1875 uraufgeführt wurde, revolutionierte diese Aufführung die bis dato gängige Form der Oper. Mit der realistischen Milieuschilderung voller Tragik tanzte Carmen aus der Reihe. Nur: Das Publikum war damals noch nicht reif dafür. Ähnlich erging es Kaffee im 17. Jahrhundert. Auch wenn das »Schwartz Wasser« am Hofe bereits begeisterte Anhänger fand, wurde das neumodische Getränk doch anfangs mit viel Skepsis betrachtet. Französische Winzer wollten den Kaffee als Gift in die Apotheken verbannt wissen. Manche verteufelten ihn so sehr, dass sich Papst Clemens VIII. persönlich davon überzeugen musste: Mit einem Schluck war Kaffee von höchster Stelle rehabilitiert. Und was ist das Ende vom Lied? Carmen zählt zu den meistaufgeführten Werken des Opernrepertoires – und Kaffee zu unseren Lieblingsgetränken. Schön, beides zusammen genießen zu können. Dallmayr wünscht Ihnen viel Vergnügen bei den Bregenzer Festspielen! OPUS XXI | PARTNER DER BREGENZER FESTSPIELE

Unsere Dokumente für Sie:

© 2021 Bregenzer Festspiele