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Festspielzeit Sommer 2022 - 2

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Das Magazin der Bregenzer Festspiele

AUSSTELLUNG IM SHOWROOM

AUSSTELLUNG IM SHOWROOM EINER GROSSEN LIEBE NACHSPÜREN DIE BREGENZER FESTSPIELE UND LEICA PRÄSENTIEREN FOTOGRAFIEN VON VIKTORIA SOROCHINSKI Drei Jahre lang hofft die Geisha Cio-Cio-San, genannt Madame Butterfly, dass ihr geliebter Marineleutnant Pinkerton aus den USA zu ihr zurückkehrt. Schließlich kommt er – doch die Geschichte endet alles andere als glücklich. Die Phase der Hoffnung einzufangen und einen Bezug zur Seebühne herzustellen: Das waren die Vorgaben an Fotokünstlerin Viktoria Sorochinski, deren Werke diesen Sommer im Foyer des Festspielhauses zu sehen sind. Die Ausstellung ist eine Kooperation des Festivals mit der Firma Leica, kuratiert wird sie von Miriam Marzura, Managerin der Leica Galerie in Wien. Sie war von Anfang an begeistert von Sorochinskis stimmungsvollen Fotoserien, ihrem behutsamen Blick und der themenbezogenen Verknüpfung der Elemente: »Viktoria Sorochinskis Werke für die Bregenzer Festspiele ziehen die Betrachter sanft in die Gedankenwelt der Madame Butterfly und schlagen gleichzeitig den Bogen von Japan nach Europa.« Nicht nur Szenen rund um die Seebühne lichtete Sorochinski ab, auch einen Ausflug auf den Pfänder, den Bregenzer Hausberg, nutzte die Künstlerin für ihre Bilder. Vom Bodensee reiste sie weiter zu einer Ausstellung nach Tokio. Mit im Gepäck hatte sie einige Stoffe aus der Festspiel-Requisite. In Japan traf sie eine 88-jährige Dame, die noch als Tänzerin aktiv ist und Kimonos 10 sammelt, sowie deren Enkelin. Für die Fotografin die idealen Protagonistinnen, um Cio-Cio-Sans Gefühls- und Gedankenwelt in Szene zu setzen. Viktoria Sorochinski wurde 1979 in der Ukraine geboren. Sie lebte in Russland, Israel, Kanada und den USA, bevor sie 2013 nach Berlin zog. Ihre Werke wurden in 23 Ländern ausgestellt. In ihrer Arbeit bewegt sich die Künstlerin zwischen Dokumentation und Fiktion. Familiendynamik, Tradition, Kultur und Mythologie sind zentrale Themen. Die Ausstellung wird präsentiert von

VON SMOKINGS UND SITZKISSEN Innere Einkehr Dass ein Opernbesuch keine steife Angelegenheit sein muss, beweisen die Bregenzer Festspiele Jahr für Jahr aufs Neue. Besonders das Spiel auf dem See steht für den Grundgedanken des Festivals: qualitätsvolle Opern für ein breites Publikum zu bieten und möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Besucherinnen und Besucher. Junge Paare, unternehmungslustige Seniorinnen, Opernkenner und Menschen mit der simplen Freude am großen Freiluftspektakel mischen sich beim Spiel auf dem See auf der nahezu 7.000 Plätze fassenden Tribüne. Und ohne hier die cineastische Illusion zerstören zu wollen: Anders als im James-Bond-Abenteuer Ein Quantum Trost dargestellt, in dem der Geheimagent einige Bösewichte über die Seebühne jagt, kleiden sich längst nicht alle in glitzernde Abendkleider und Smokings – die sind tatsächlich eher selten zu finden. Dresscode gibt es keinen, und nachdem abends die Temperaturen am See deutlich sinken können, empfehlen die Bregenzer Festspiele ihrem Publikum im Zweifelsfall warme und wetterfeste Kleidung. Die echten Seebühnen-Expertinnen und -Experten machen es sich mit einem Sitzkissen auf der Tribüne gemütlich und sind mit kühlendem Fächer und leichten Decken für alle Eventualitäten gerüstet. Diese »Festspiel-Grundausstattung« ist auch im Shop des Festivals, online oder im Festspielhaus, erhältlich – diesen Sommer in Madame Butterfly-Rot. So lässt sich Festspielatmosphäre auch mit nach Hause nehmen. Alle geistig hervorragenden Menschen sind Melancholiker. Das zumindest behauptete Aristoteles. Heute stehen wir diesem Gefühl, das zwischen Nachdenklichkeit und Wehmut changiert, oft zwiespältig gegenüber. Was bringt es, seinen eigenen Gedanken nachzuhängen, wenn die nächste Ablenkung nur einen Klick weit entfernt liegt? Die sanften Moll-Töne des Lebens können sich durchaus positiv auswirken. Melancholie bringt uns zur Ruhe, zur Besinnung. Der Rückzug vom Alltagstrubel lässt den Geist klarer werden für die richtigen Entscheidungen. Gleichzeitig kann die Auszeit unsere Fantasie beflügeln, die Kreativität wird angeregt. Melancholie und Genie rücken näher zusammen. Was bekanntlich bereits die alten Griechen wussten. Gönnen wir uns also öfters diese Momente der inneren Einkehr. Am Besten mit einem Kännchen Kaffee oder doppelten Espresso. PARTNER DER BREGENZER FESTSPIELE | SHOP Dallmayr wünscht Ihnen viel Genuss und eine wunderbare Festspielzeit! 11

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