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Festspielzeit Sommer Extra 2018

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Das Magazin der Bregenzer Festspiele

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BRA SS ITALIANO DAS INTERNATIONALE BLASMUSIK-CAMP FEIERT AM 12. AUGUST SEINEN ABSCHLUSS IM FESTSPIELHAUS CROSSCULTURE Bereits zum vierten Mal erhalten im Blasmusik-Camp vor allem junge Musiker und Musikerinnen die Möglichkeit, eine Woche lang von Dozenten der Wiener Symphoniker zu lernen. Gemeinsam erarbeiten sie unter der Leitung von Dirigent und Schlagzeuger Martin Kerschbaum ein anspruchsvolles Programm. Von der Oboe bis zur Tuba: Alle Blech- und Holzblasinstrumente sind vertreten. In Kooperation mit dem Vorarlberger Blasmusikverband und dem ORF Vorarlberg bieten die Bregenzer Festspiele den Jugendlichen einen Einblick in das Leben eines Profimusikers und schaffen eine Plattform, um sich auszutauschen. Zum ersten Mal unterstützen nicht nur Wiener Symphoniker die Nachwuchstalente, sondern auch eine Sängerin und ein Sänger des Spiels auf dem See Carmen. FACETTENREICHE BLASMUSIK Voraussetzungen für eine Teilnahme am Camp sind die Vollendung des sechzehnten Lebensjahrs sowie ein Nachweis der höchsten Qualifikation des Blasmusikverbandes, sprich einer Leistungsprüfung in Gold beziehungsweise D3. Nach oben ist keine Altersgrenze gesetzt – auch einige Teilnehmer über 60 wissen das außergewöhnliche Angebot zu schätzen. Im Dreiländereck am Bodensee ist die Blasorchester-Szene in zahlreichen Vereinen und Ensembles stark vertreten und verfügt über viele junge Talente. Dennoch wird sie oft nur mit Zeltfesten in Verbindung gebracht. Martin Kerschbaum hat das Ziel, die Blasmusik von diesem Vorurteil zu befreien und ihr symphonisches und facettenreiches Potenzial sichtbar werden zu lassen. Ein anspruchsvolles und herausforderndes Repertoire in großer Besetzung zu spielen, ist ein besonderes Erlebnis. So nutzen auch einige erfahrene Berufsmusiker die Chance, am Camp teilzunehmen. Dieses Jahr besteht das Orchester des Abschlusskonzerts aus nahezu 90 Musikern und Musikerinnen, die nicht nur aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, sondern auch aus Italien und Slowenien stammen. OPER GOES BLASMUSIK Die Matinee Brass italiano ist eine Ode an die italienische Musik und ihre Komponisten, angelehnt 26

Happy End! Bekannte und neu zu entdeckende Melodien stehen auf dem Programm des von Martin Kerschbaum geleiteten IBC-Abschlusskonzerts. an Rom, den Spielort der Oper im Festspielhaus Beatrice Cenci. Mit viel Bedacht wurde ein Programm zusammengestellt, das eine Verbindung zwischen dem diesjährigen Festspielprogramm und vergangenen Höhepunkten knüpft. Der weite Bogen spannt sich von Nessun Dorma aus Puccinis Turandot, die in den Jahren 2015|16 auf der Seebühne zu erleben war, über Verdis Ouvertüre zu Die sizilianische Vesper bis zu modernen Kompositionen, wie beispielsweise Speak softly Love aus dem Kultfilm Der Pate oder Volare von Domenico Modugno. Höhepunkt des Abends ist die Interpretation des Trinklieds aus Puccinis La traviata, bei der die Absolventen des Internationalen Blasmusik-Camps gesangliche Unterstützung von Cristina Pasaroiu und Martin Muehle erhalten, die in Carmen auf der Seebühne die Rollen von Micaëla und Don José verkörpern. Das Blasmusik-Camp ist Teil des 1996 gegründeten Kinder- und Jugendprogramms crossculture der Bregenzer Festspiele. In zahlreichen Workshops und Veranstaltungen sind junge Menschen eingeladen, ihre Kreativität auszuleben, Ideen zu verwirklichen und ins Musiktheater einzutauchen. CROSSCULTURE BRASS ITALIANO Abschlusskonzert 12. August – 11.00 Uhr | Festspielhaus Dirigent Martin Kerschbaum Moderation Bettina Barnay Absolventen des Internationalen Blasmusik-Camps | Dozenten der Wiener Symphoniker Der Barbier von Sevilla beginnt mit einem beispiellosen Skandal, einer Rauferei im Opernhaus. Bei der Premiere 1816 in Rom verschreckte das aufgebrachte Publikum Gioachino Rossini so sehr, dass sich der Komponist krankmeldete. Die Angst, während einer zweiten Aufführung dem Zorn der Zuschauer erneut zum Opfer zu fallen, war zu groß. Was war geschehen? Damals hatte es dieser »junge Schnösel« Rossini gewagt, das populäre Lustspiel des hochverehrten Maestro Giovanni Paisiello erneut zu vertonen. Ein Affront in den Augen der wütenden Paisiellisten. Trotz Pfeifkonzert und Handgreiflichkeiten – das Meisterwerk setzte sich durch und zählt heute zu den berühmtesten komischen Opern. Wie so oft beginnen Erfolge mit einem Debakel. Auch Kaffee musste einige Beschimpfungen über sich ergehen lassen. Zum Beispiel von französischen Winzern, die den Kaffee am liebsten in die Apotheke verbannt hätten. Ganz einfach, weil sie finanzielle Einbußen durch das beliebte Getränk befürchteten. Wie gut, dass sich im Laufe der Geschichte die Wogen glätten. Viel Vergnügen beim Barbier von Sevilla wünscht Ihnen Dallmayr Kaffee. BRASS ITALIANO, DALLMAYR 27

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