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Festspielzeit Winter 2018

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BREGENZER FESTSPIELE

BREGENZER FESTSPIELE »Feinsinniges Theater und eine gescheite, große Show« Intendantin Elisabeth Sobotka über das Programm der Bregenzer Festspiele 2019 4

Auf der Seebühne ist 2019 erstmals Verdis Rigoletto zu erleben. Was hat Sie zu der Stückauswahl bewogen und wieso haben Sie Philipp Stölzl als Regisseur und Bühnenbildner ausgesucht? Es freut mich besonders, dass wir Verdis Meisterwerk erstmals auf der Seebühne spielen. Das Stück fasziniert durch die Kontraste zwischen zirkushaftem Spektakel und innigen, kammerspielartigen Szenen. Philipp Stölzl ist für mich als Regisseur und Bühnenbildner in Personalunion die ideale Besetzung. Er kann beides: ganz feinsinniges Theater, aber auch eine gescheite, große Show und hat keine Angst vor Breitenwirkung. ELISABETH SOBOTKA IM GESPRÄCH Stölzl hat ja schon viele verschiedene Formen der Inszenierung gemacht und bringt diese Blickwinkel in die Oper ein. Er hat Bühnenbildner gelernt, ist durch seine Musikvideos für die Gruppe Rammstein bekannt geworden und hat bei Spielfilmen wie Der Medicus oder zuletzt Winnetou Regie geführt. Die erste Oper, die ich von ihm gesehen habe, war in Salzburg Benvenuto Cellini. Er hat eine Theaterpranke, wie man so schön sagt. Wie haben Sie Philipp Stölzl für die Inszenierung auf der Seebühne gewonnen? Als ich nach Bregenz kam, habe ich befürchtet, dass es schwierig ist, Teams für die Seebühne zu begeistern. Opern als Open Air auf einer riesigen Bühne sind doch eine Herausforderung für jeden Regisseur. Es ist aber genau das Gegenteil der Fall. Als ich Philipp Stölzl vor etwa ELISABETH SOBOTKA drei Jahren angefragt habe, war seine Antwort: »Endlich fragt man mich.« Für ihn geht ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Enrique Mazzola, der die Wiener Symphoniker dirigieren wird, verbindet schon eine längere, enge Zusammenarbeit mit dem Orchester. Es freut mich sehr, dass auch er Lust auf Rigoletto hat. Zirkushaftes auf der Seebühne, dazu der »Ritter von der traurigen Gestalt« als Oper im Festspielhaus und als Theaterstück am Kornmarkt. Ist die inhaltliche Verbindung Zufall? 5 Die Figur des Don Quijote fasziniert wohl jeden Menschen, der sich mit Theater beschäftigt. Es ist ein unglaublicher Roman, eine der schönsten Geschichten über die Macht der Fantasie. Man könnte fast sagen, Don Quijote inszeniert sein Leben wie ein Theaterstück. Wir zeigen einerseits die wenig bekannte Opernfassung im Festspielhaus und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Theater Berlin eine Theaterfassung am Kornmarkt. Mich hat das Stück mit dem Lokalkolorit Spaniens, in gewisser Weise eine Fortsetzung von Carmen, und Don Quichottes großer Abschieds-

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