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Festspielzeit Winter 2019

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Das Magazin der Bregenzer Festspiele

GROSSE OPER UND EIN

GROSSE OPER UND EIN BERÜHMTES ORCHESTERKONZERTE GEBURTSTAGSKIND Oper im Großformat ist außer auf der Seebühne auch im Konzert zu erleben. Erneut führen die Wiener Symphoniker einen Teil aus Richard Wagners Vierteiler Der Ring des Nibelungen auf. Opulent und klangprächtig wird in Ottorino Respighis Feste romane (Römische Feste) der Protagonist der diesjährigen Oper im Festspielhaus gefeiert: »Ave Nero« tönt es über den Circus Maximus.

Zum Auftakt der Orchesterkonzerte dirigiert Karina Canellakis Beethovens dritte Leonore-Ouvertüre, die durch den plötzlichen Solo-Auftritt der Trompete die überraschende Wendung in Beethovens einziger Oper Fidelio bereits in der Ouvertüre erleben lässt. Der erzählerische Ton des Komponisten bahnt den Weg zu Richard Wagners Musikdrama, wo das Orchester zum klingenden Träger der Handlung wird. Der dritte Aufzug aus Siegfried erzählt die Begegnung von Siegfried und Brünnhilde, die von ihrem Vater Wotan auf einem Felsen in den Schlaf gebannt wurde. Wenn sie mit den Worten »Heil dir, Sonne! Heil dir, Licht!« erwacht, ahnt sie bereits, dass es nur einer sein kann, der sie geweckt hat: der furchtlose Siegfried. Doch als er die Walküre Brünnhilde erblickt, spürt er zum ersten Mal in seinem Leben Angst: die Liebe lehrt ihn das Fürchten. Es folgt das wohl längste Liebesduett der Operngeschichte. Das erste Orchesterkonzert der neuen Saison dirigiert Karina Canellakis, die das Festspielpublikum 2018 mit Werken von Thomas Larcher und Ludwig van Beethoven begeisterte. Bei Rigoletto auf der Seebühne gibt Enrique Mazzola auch in diesem Sommer den Takt an. Seit 2016 gestaltet er die musikalischen Ereignisse der Bregenzer Festspiele mit, in diesem Konzert führt er sie zusammen: »Ave Nero« tönt es im ersten Satz von Respighis Feste romane (Römische Feste) aus dem Orchester. Gleich in zwei selten zu hörenden Werken ist die Mezzosopranistin Annalisa Stroppa zu erleben: Der Titel von Respighis Il tramonto fügt den Seeaufführungen das Naturschauspiel hinzu, bedeutet er doch Sonnenuntergang. Eine von Rossinis Opern dirigierte Mazzola hier bereits, nun folgt eine selten gespielte Kantate sowie dessen Ouvertüre zur Oper Armida, der Zauberin aus Joseph Haydns Oper, die im Theater am Kornmarkt zu erleben ist. Dort erklingt einige Wochen zuvor die neue Opera buffa der slowakischen Komponistin Ľubica Čekovská, die in ihrem Orchesterwerk eine kleine Eintagsfliege ganz groß werden lässt. Bevor Philippe Jordan die heitere Schwermut aus Strauss’ Rosenkavalier heraufbeschwört, öffnet er die Konzertbühne für den Pianisten Piotr Anderszewski und Beethovens erstes Klavierkonzert. Nur etwas älter als Beethoven zur Zeit dieser Komposition war Strauss, als er dem ungestümen Liebhaber Don Juan eine Tondichtung widmete. Ebenso draufgängerisch wie dieser, aber wesentlich tölpelhafter im Dreivierteltakt, umwirbt Baron Ochs von Lerchenau im Rosenkavalier eine scheinbar junge Dame. Ist es Zauber, womit Armida den Ritter Rinaldo umwirbt? Nicht nur in der Oper Armida im Theater am Kornmarkt, sondern auch im letzten Orchesterkonzert widmet sich das Symphonieorchester Vorarlberg der Musik Joseph Haydns. Der neue Chefdirigent Leo McFall eröffnet sein Antrittskonzert mit Beethovens dramatischer Egmont-Ouvertüre, bevor er gleich mit vier Solisten an den Instrumenten Violine, Violoncello, Oboe und Fagott Haydns Sinfonia concertante präsentiert. Die zweite Konzerthälfte gehört der Musik des aus Tirol stammenden Komponisten Thomas Larcher, dessen Oper Das Jagdgewehr 2018 das Publikum der Bregenzer Festspiele und 2019 des Aldeburgh Festivals faszinierte. Zum ersten Mal in Österreich bringt das Symphonieorchester Vorarlberg die von ihm mitbeauftragte dritte Symphonie zur Aufführung. Präsentiert von Das detaillierte Programm der Orchester- konzerte finden Sie in der Heftmitte. 31

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