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Festspielzeit Winter 2019

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Das Magazin der Bregenzer Festspiele

OPERNSTUDIO AM KORNMARKT

OPERNSTUDIO AM KORNMARKT ARMIDA JOSEPH HAYDN BREGENZER FESTSPIELE 2020 Die Oper Armida entführt uns in eine Welt von exotischer Zauberei und zutiefst menschlichen Beziehungskämpfen. Wie reagiert eine junge Frau, wenn ihr Geliebter durch Heldenfantasien imponieren will? Und wenn sie dem Sieger der bevorstehenden Schlacht als Belohnung versprochen wird? Dem Taumel von Krieg und Betrug setzt Armida ihren Kampf um Liebe entgegen und bedient sich dabei magischer Talente. Sie zwingt die selbstsicheren Krieger, ihre Träume vom männlichen Heldentum zu hinterfragen. Doch dann zweifelt sie selbst an der ihr zugedachten Rolle als verführerische Zauberin. Was will der Himmel? Was vermag alle Zauberei, wenn es nur noch um Verrat und Rache zu gehen scheint? Virtuose Koloraturen und ergreifende musikalische Erzählungen bieten besondere Herausforderungen für die jungen Sängerinnen und Sänger des Opernstudios der Bregenzer Festspiele, die im Dirigenten Jonathan Brandani einen erfahrenen Partner haben. Das für seine Inszenierung von Die Hochzeit des Figaro gefeierte Team aus Regisseur Jörg Lichtenstein sowie Bühnen- und Kostümbildner Nikolaus Webern widmet sich nun der zauberhaften Welt der Armida. Dramma eroico in drei Akten (1784) | Libretto von Nunziato Porta (?) nach Torquato Tassos Das befreite Jerusalem (1581) Musikalische Leitung Jonathan Brandani Insze nie rung Jörg Lichtenstein Bühne | Kostüme | Licht Nikolaus Webern Symphonieorchester Vorarlberg Premiere 17. August 2020 – 19.30 Uhr Vorstellungen 19., 21. und 22. August – 19.30 Uhr Theater am Kornmarkt Joseph Haydns letztes und erfolgreichstes Bühnenwerk für das Opernhaus in Eszterháza entfacht gewaltige Naturereignisse im Orchester und erkundet die komplexen Gefühlswelten der Figuren in berührenden Arien und Ensembles. Das Opernstudio wird präsentiert von GrECo Internaonal Risiko- und Versicherungsmanagement VMG Versicherungsmakler In Kooperation mit SEESTUDIO | FESTSPIELHAUS MUSIK & POESIE Die Vielfalt des Festspielprogramms eröffnet überraschende Blickwinkel durch Kammermusik und Literatur in verschiedenen Formen. Mit einem weitgespannten Bogen von Faccios Hamlet über Verdis Rigoletto zu Boitos Nero eröffnet am 26. Juli die Programmreihe Musik & Poesie. Die Komponistin Ľubica Čekovská (Impresario Dotcom) präsentiert im August mit ihren musikalischen Partnern die Vielfalt ihres Schaffens und ihrer musikalischen Welt zwischen Theater, Film und Jazz. Am dritten und letzten Abend der Programmreihe präsentiert der Tenor Julian Prégardien Werke von Giulio Caccini, Johann Sebastian Bach und Thomas Larcher; begleitet wird er von der Pianistin und Cembalistin Tamar Halperin. VERDI – BOITO – FACCIO 26. Juli 2020 – 19.30 Uhr THEATER – FILM – JAZZ 2. August 2020 – 19.30 Uhr CACCINI – BACH – LARCHER 22. August 2020 – 19.30 Uhr Das detaillierte Programm der einzelnen Aufführungen finden Sie in der Spielplanübersicht in der Heftmitte. 34

WERKSTATTBÜHNE MICHAEL KOHLHAAS HEINRICH VON KLEIST An den Ufern der Havel lebte, um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts, ein Roßhändler, namens Michael Kohlhaas, Sohn eines Schulmeisters, einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit.« So beginnt Heinrich von Kleists Geschichte des Überzeugungstäters Kohlhaas, dem an einer Grenzstation zwei Pferde als Pfand abgenommen werden. Als er zurückkehrt, findet er die stolzen Rösser halbverhungert und durch Feldarbeit ruiniert. Weil ihm der Schadensersatz verwehrt wird, beginnt er einen Rachefeldzug, der als Widerstand eines Wehrlosen beginnt und schließlich in einem Blutbad endet. So wird Kohlhaas vom »Muster eines guten Staatsbürgers« auf geradem Wege »zum Räuber und Mörder«. Heinrich von Kleists Novelle stellt bis heute zeitlose Fragen nach Schuld, Recht, Individuum und Gesellschaft. Sie erzählt von den Mechanismen des Terrors und der Sogwirkung eskalierender Gewalt. Andreas Kriegenburg wird Michael Kohlhaas inszenieren – einer der stilprägenden und bildstärksten Regisseure seiner Generation. Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin Inszenierung Andreas Kriegenburg Bühne Harald Thor Premiere 28. Juli 2020 – 20.00 Uhr Vorstellungen 29. und 30. Juli – 20.00 Uhr | Werkstattbühne AUS DEM PROGRAMM THEATER AM KORNMARKT BEETHOVEN GOES AFRICA BOCHABELA STRING ORCHESTRA & FRIENDS Südafrika im Jahr 1975. Boitumelo ist die Wirtin einer jener illegalen Kneipen, in denen sich die Menschen in den Townships versammeln, um sich auszutauschen und zu feiern. Boitumelo liebt die Musik: bei ihr wird gestrichen, gezupft, gesungen und getanzt. Das ist ungewöhnlich, denn Streichinstrumente sind zu dieser Zeit ausschließlich Menschen weißer Hautfarbe vorbehalten. Ihr Gehör verschlechtert sich seit einiger Zeit, da lernt die schicksalsergebene Boitumelo einen fremden Gast kennen, der mit den gleichen Problemen kämpft: Ludwig van Beethoven. Im Gegenüber entdecken die beiden ihnen Unbekanntes und begeistern sich für das geheimnisvolle Fremde. Es ist ein Traum voller Freude, Musik und geteiltem Leid. Dabei werden sie oft überrascht von den musikalischen Gemeinsamkeiten, die die beiden zutiefst verbinden: Beethoven goes Africa! Konzert-Theater mit afrikanischen Traditionals | Kompositionen von Soweto String Quartet, Mango Groove, Zuko Samela, Ludwig van Beethoven Puppenspiel Christoph Hackenberg Violine Paweł Zalejski Schauspiel Kamohelo Moshoaliba, Zuko Samela u. a. Konzept | Musikalische Leitung Klaus Christa Buch Felix Kalaivanan, Amos Postner, Deborah Macauley Vorstellung 30. Juli 2020 – 19.30 Uhr Theater am Kornmarkt 35

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