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Festspielzeit Winter 2020

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Das Magazin der Bregenzer Festspiele

FESTSPIELHAUS

VON ENGLAND NACH ÖSTERREICH Der Brite Leo McFall dirigiert erstmals das Symphonieorchester Vorarlberg bei den Bregenzer Festspielen. Der Londoner »The Telegraph« bezeichnete den Briten Leo McFall einmal als »leuchtenden Stern« am Pult. Im Sommer 2020 wurde der energiereiche Dirigent neuer Chef des Symphonieorchesters Vorarlberg (SOV). Die Musikerinnen und Musiker kennen den Briten aber bereits seit 2014. Damals dirigierte McFall erstmals das SOV als Finalist des Young Conductors Award der Salzburger Festspiele. Sofort entstand eine innige Verbundenheit zwischen dem Dirigenten und dem Orchester. Mehrmals leitete McFall danach das SOV und begeisterte das Publikum mit seiner Musikalität. VON OXFORD IN DIE GANZE WELT McFall absolvierte seine Ausbildung an der Oxford University, an der Hochschule der Künste in Zürich und an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Als Assistent der niederländischen Dirigentenlegende Bernhard Haitink war er im Konzertbereich bei so renommierten Orchestern wie dem Chicago Symphony Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra oder den Wiener Philharmonikern tätig. McFall ist außerdem ein versierter Operndirigent. So wirkt er als Erster Gastdirigent am Meininger Staatstheater und realisierte Produktionen an der English National Opera sowie beim Glyndebourne Festival, wo er auch Assistent von Gérard Korsten war, dem ehemaligen Chefdirigenten des SOV. VON LONDON NACH BREGENZ Im August dirigiert McFall sein erstes Orchesterkonzert bei den Bregenzer Festspielen. Beethovens jubilierende Egmont-Ouvertüre ist das ideale Musikstück, um das Programm zu eröffnen. Dann steht musikalische Vielfalt im Vordergrund. So erklingt Joseph Haydns Sinfonia concertante Hob. I:105 (1792). Darin konzertieren zwei Orchestermitglieder des SOV (Violonist Paweł Zalejski und Fagottistin Heidrun Wirth-Metzler) mit zwei Gästen (Mathias Johansen am Violoncello und Oboistin Viola Wilmsen). Dieses Haydn-Werk zeigt übrigens auch die Verbundenheit des Komponisten der Wiener Klassik mit Großbritannien, denn das Werk wurde in London geschrieben und uraufgeführt. VON HAYDN ZU LARCHER Als Höhepunkt des Konzerts präsentiert McFall eine neue Sinfonie des Österreichers Thomas Larcher. Auch dieser ist in England bestens bekannt, etwa als »Composer in Residence« an der Londoner Wigmore Hall. Bei den Bregenzer Festspielen stellte er 2018 seine erste Oper Das Jagdgewehr vor, die auf einem Buchbestseller des Japaners Yasushi Inoue basiert. 2019 erhielt Larcher mit dem Großen Österreichischen Staatspreis die höchste Auszeichnung des Landes. In Bregenz ist McFall nun mit Larchers dritter Sinfonie A Line above the Sky als Österreichische Erstaufführung zu erleben. Eine glückliche Fügung, denn dieses halbstündige Orchesterwerk bringt alles mit, um McFalls Bregenzer Konzert mit dem SOV lange im Gedächtnis zu behalten. Leo McFall Die Orchesterkonzerte werden präsentiert von ORCHESTERKONZERTE 33

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