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Festspielzeit Winter 2021

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Das Magazin der Bregenzer Festspiele

EIN GASTSPIEL ZUM

EIN GASTSPIEL ZUM OSTERFEST BURGTHEATER ZU GAST Das Burgtheater Wien kommt zu Besuch nach Bregenz. Mit im Gepäck: Jean-Paul Sartres Geschlossene Gesellschaft Inès, Estelle und Garcin haben nur Vermutungen darüber, warum sie ausgerechnet an diesem Ort gelandet sind: ein Innenraum, der irgendwo jenseits des Lebens liegt, ohne Fenster, ohne Spiegel und ohne die Möglichkeit, das Licht zu löschen. Turmhoch eingemauert, nur ab und zu besucht von einem skurrilen Kellner. Selbst die Augenlider sind erlahmt – der Ort droht mit durchgängigem Wachsein. Ist diese ewige Monade die ultimative Hölle? Warum sind ausgerechnet diese drei Menschen, die sich nie begegnet sind, hier zusammengesteckt worden? Welche Schuld hat sie hergeführt? Halten sie das Folterbesteck für die anderen bereits in den Händen, ohne es zu wissen? Jean-Paul Sartres Geschlossene Gesellschaft ist ein Stück über die Ungewissheit, über das Eingeschlossensein und die Isolation. Burgtheaterdirektor Martin Kušej und sein Team erforschen die veränderte Wahrnehmung von Zeit, die sich in einer zur Ewigkeit gedehnten Gegenwart bleiern über die Menschen und Dinge legt. Mit Blick auf die Pandemiejahre und deren Folgen ein hochaktuelles Unterfangen. Die Premiere in Bregenz wird am Karsamstag im großen Saal des Festspielhauses gezeigt. Bereits im April 2021 gastierte das Burgtheaterensemble mit William Shakespeares Richard II. im Festspielhaus – als Auftakt zu einer zukünftigen und langfristigen Kooperation, so der Wunsch der beiden Häuser. Bereits zwischen 1949 und den frühen 1980er-Jahren war das Burgtheater regelmäßig in Bregenz zu Gast, diesen Frühling tritt es nun erneut die Reise von Wien nach Vorarlberg an. BURGTHEATER ZU GAST GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT Jean-Paul Sartre Deutsch von Traugott König Insze nie rung Martin Kušej Bühne Martin Zehetgruber Premiere 16. April 2022 – 19.30 Uhr Vorstellung 17. April – 16.00 Uhr | Festspielhaus Gastspiel des Burgtheater Wien 20

EINE ENTDECKERIN UND EIN RÜCKKEHRER Genuss beflügelt. Éna Brennan und David Pountney laden im Opernatelier zu neuen Einblicken Wie kann eine Oper im 21. Jahrhundert klingen, aussehen, zu erleben sein? Im Opernatelier eröffnen die Bregenzer Festspiele und das Kunsthaus Bregenz Künstlerinnen und Künstlern einen Raum für gemeinsame Ideen, Erkundungen und Gedanken, die zu einer Uraufführung auf der Werkstattbühne führen sollen. Das Publikum ist eingeladen, diesen Prozess über mehrere Jahre zu begleiten. Nach den Uraufführungen von To the Lighthouse 2017 und Wind 2021 begeben sich eine Entdeckerin und ein Rückkehrer auf eine neue Reise: die belgisch-irische Komponistin Éna Brennan und der britische Regisseur und Intendant David Pountney. Als Geigerin, Komponistin und Graphikdesignerin wandelt Éna Brennan zwischen verschiedenen Welten. In Konzerten tritt sie sowohl als Solistin mit Geige und elektronischen Klängen als auch mit ihrem Ensemble Dowry Strings auf. Zahlreiche Vokal- und Instrumentalensembles bringen mit ihr gemeinsam ihre Kompositionen und Arrangements auf die Bühne und führten sie unter anderem bereits in die Elbphilharmonie Hamburg, die Union Chapel London und ans Wexford Opera House. Ihre Kurzoper Rupture als Teil der 20 Shots of Opera an der Irish National Opera fand 2020 international Beachtung. Gemeinsam mit David Pountney arbeitet Éna Brennan an einem besonderen akustisch-visuellen Musiktheater für die Werkstattbühne. David Pountney ist mit den vielfältigen Möglichkeiten dieses Theaterraums vertraut, entstanden doch dort unter seiner Intendanz der Bregenzer Festspiele von 2004 bis 2014 zahlreiche Projekte und Uraufführungen. Einem großen Publikum ist er durch seine spektakulären Inszenierungen von Der fliegende Holländer, Nabucco, Fidelio, Die Zauberflöte auf der Seebühne, aber auch der weltweit gespielten Oper Die Passagierin bekannt. Auch als Übersetzer und Librettist eigener Opern machte sich Pountney einen Namen, mehrere Operntexte schrieb er für Peter Maxwell Davies. Diese reichhaltige Erfahrung wird er in die Arbeit des Opernateliers einbringen. Ab Beginn des Jahres 2022 kann das Publikum den Entstehungsprozess dieses neuen Opernprojekts bei den Einblick-Veranstaltungen begleiten und darüber hinaus die Musik Éna Brennans kennenlernen. KUNSTHAUS BREGENZ OPERNATELIER | EINBLICK 1 Auftakt für ein neues Werk: die Entstehung einer neuer Oper zum Miterleben 25. Jänner – 19.00 Uhr Was haben Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und Giacomo Puccini gemeinsam? Die starke Liebe zum Kaffee. Damit vollendeten sie so manches ihrer berühmten Werke. Bach war nicht nur ein passionierter Kaffeehausbesucher, sondern verewigte die Bohne in einer Kantate, in der es um ein kaffeesüchtiges Mädchen geht. Beethoven zählte stets exakt 60 Kaffeebohnen ab, um daraus eine Tasse Mokka zu brauen. Puccini ließ sich durch das Heißgetränk zu geistigen Höhenflügen inspirieren. Er komponierte vor allem nachts, trank dabei starken Kaffee und rauchte eine Zigarette nach der anderen. Wahrscheinlich entstand dabei auch das berühmte Liebesduett aus Madame Butterfly – eines der längsten und schönsten der Opernliteratur. Nun zu glauben, dass der leidenschaftliche Genuss von Kaffee wie selbstverständlich das Genie in uns weckt, wäre vermessen – aber auf jeden Fall beflügelt die Bohne. Eine gute Tasse Espresso macht uns wacher, um alle Nuancen dieser traumhaften Oper wahrzunehmen. Dallmayr wünscht Ihnen viel Genuss und eine wunderbare Festspielzeit! OPERNATELIER | PARTNER 21

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