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Festspielzeit Winter 2021

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Das Magazin der Bregenzer Festspiele

OPERNSTUDIO AM KORNMARKT

OPERNSTUDIO AM KORNMARKT ARMIDA JOSEPH HAYDN BREGENZER FESTSPIELE 2022 Die Oper Armida entführt uns in eine Welt von exotischer Zauberei und aufreibenden Beziehungskämpfen. Wie reagiert eine junge Frau, wenn ihr Geliebter durch Heldenfantasien imponieren will? Und wenn sie dem Sieger der bevorstehenden Schlacht als Belohnung versprochen wird? Diesem Taumel von Krieg und Betrug setzt Armida Liebe und Wahrheit entgegen, dafür bedient sie sich magischer Talente. Sie zwingt die selbstsicheren Krieger, ihre Träume vom männlichen Heldentum zu hinterfragen. Doch dann zweifelt sie selbst an der ihr zugedachten Rolle als verführerische Zauberin. Joseph Haydns letztes und erfolgreichstes Bühnenwerk entfacht im Orchester gewaltige Naturereignisse und erkundet die komplexen Gefühlswelten der Figuren in berührenden Arien und Ensembles. Virtuose Koloraturen und ergreifende musikalische Erzählungen bieten besondere Herausforderungen für die jungen Sängerinnen und Sänger des Opernstudios der Bregenzer Festspiele. Das für seine Inszenierung von Die Hochzeit des Figaro bei den Bregenzer Festspielen 2018 gefeierte Team aus Regisseur Jörg Lichtenstein sowie Bühnen- und Kostümbildner Nikolaus Webern widmet sich nun der zauberhaften Welt der Armida. Dramma eroico in drei Akten (1784) | Libretto von Nunziato Porta (?) nach Torquato Tassos Das befreite Jerusalem (1581) Musikalische Leitung Jonathan Brandani Insze nie rung Jörg Lichtenstein Bühne | Kostüme | Licht Nikolaus Webern Symphonieorchester Vorarlberg Premiere 15. August 2022 – 19.30 Uhr Vorstellungen 17. & 19. August – 19.30 Uhr Theater am Kornmarkt Das Opernstudio wird präsentiert von In Kooperation mit GrECo Internaonal Risiko- und Versicherungsmanagement VMG Versicherungsmakler SEESTUDIO | FESTSPIELHAUS MUSIK & POESIE Die Vielfalt des Festspielprogramms zeigt sich in der Reihe Musik & Poesie mit überraschenden Blickwinkeln, die Kammermusik und Literatur in verschiedenen Formen bieten. In Schmetterlingseffekte am 24. Juli präsentieren Mitglieder des Ensemble Modern Musik japanischer Komponistinnen wie Malika Kishino und Yu Kuwabara – verwoben mit zeitgenössischer Literatur. Am 31. Juli präsentiert die für ihre einzigartige Stimme und intensive Bühnenpräsenz gefeierte Sopranistin Marlis Petersen Lieder von Schubert bis Strauss und von Fauré bis Duparc – begleitet von Ulrich Reinthaller, der aus literarischen Werken verschiedener Genres und Epochen liest. Nikolaus Habjan ist mit Kyree Kvam am 7. August in einer musikalischen Lesung der Flüchtlingsgeschichte Fly Ganymed zu erleben – ein bewegendes Stück des österreichischen Autors Paulus Hochgatterer, erzählt aus der Sicht eines Kindes. 30 SCHMETTERLINGSEFFEKTE 24. Juli 2022 – 19.30 Uhr INNENWELTEN 31. Juli 2022 – 19.30 Uhr FLY GANYMED 7. August 2022 – 19.30 Uhr

THEATER AM KORNMARKT DER STURM WILLIAM SHAKESPEARE Auf einer einsamen Insel lebt der Magier Prospero, vormals Herzog von Mailand. Jahre zuvor war er durch eine Intrige seines Bruders Antonio vom Thron gestürzt und in einem Boot auf offener See ausgesetzt worden. Wie durch ein Wunder konnte er sich und seine Tochter Miranda, auf jene Insel retten, wo er sich eine neue Welt aufgebaut hat. Hier herrscht er über Elemente, Geister und Zauberwesen wie Caliban oder den Luftgeist Ariel, die Ureinwohner des Eilands. Wie es der »Zufall« will, sichtet Prospero eines Tages die Flotte des Königs von Neapel, der auch Antonio angehört. Mit Ariels Hilfe entfesselt er einen Sturm, lässt das Schiff seines Bruders kentern und ihn mit gesamter Besatzung auf der Insel stranden. So ist nun Prospero in der mächtigen Position und hat die Chance auf späte Rache oder Versöhnung. William Shakespeares ultimativer Schöpfungsmythos betrachtet das Theater als symbolische Insel der Möglichkeiten, die Ausnahmesituation wird zum Experiment eines absoluten Neuanfangs: »Was würd' ich machen, wenn ich König wär'?« Er streift dabei spielerisch Themenkomplexe wie Macht und Unterdrückung, Ausbeutung und Aneignung, Natur und Zivilisation. Jakob Noltes Neuübersetzung hangelt sich Wort für Wort durch das altenglische Original und lässt mit Klang und Melodie eine Fantasiesprache entstehen, die so bezaubernd seltsam ist wie die Bewohnerinnen und Bewohner jener Insel. Regisseur Jan Bosse und das Ensemble um Wolfram Koch als Prospero werden diesen rätselund rauschhaften Text mit den Illusionskünsten des Theaters zum Leben erwecken. Inszenierung Jan Bosse Bühne Stéphane Laimé Kostüme Kathrin Plath Premiere 23. Juli 2022 – 19.30 Uhr Vorstellungen 25. & 26. Juli – 19.30 Uhr | Theater am Kornmarkt Übersetzt und bearbeitet von Jakob Nolte | Erstaufführung dieser Fassung Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin AUS DEM PROGRAMM WERKSTATTBÜHNE MELENCOLIA BRIGITTA MUNTENDORF | MORITZ LOBECK Melancholie erfuhr über Jahrhunderte unterschiedlichste und widersprüchliche Zuweisungen, Albrecht Dürers rätselhafter Polyeder in seinem berühmten Kupferstich Melencolia I ist zu einem Sinnbild für das Unlösbare inmitten von menschlicher Sehnsucht nach Erlösung und der rationalen Entzauberung der Welt geworden. Die Uraufführung Melencolia erkundet diese Gegensätze musikalisch. Im befreiten, spielerischen und dennoch strengen Umgang mit Stereotypen aus digitaler Romantik, Pop und Kitsch, in Karikaturen, Unschärfen, Entkopplungen und Auseinandersetzung mit den digitalen Transformationen etabliert Melencolia eine Parallelwelt zur Gleichgültigkeit der Welt. Die Komponistin Brigitta Muntendorf konzipierte gemeinsam mit dem Dramaturgen Moritz Lobeck eine Landschaft aus Instrumenteninseln und Miniaturstudios, die nüchterne Bühnensituationen in überwältigende Bildwelten und Sehnsuchtsorte überführt. Eine Show gegen die Gleichgültigkeit des Universums | Uraufführung Komposition Brigitta Muntendorf Inszenierung | Dramaturgie Brigitta Muntendorf, Moritz Lobeck Visuelle Welten Veronika Simmering Ausstattung Sita Messer Ensemble Modern Premiere 18. August 2022 – 20.00 Uhr Vorstellung 20. August 2022 – 20.00 Uhr | Werkstattbühne Auftragswerk der Bregenzer Festspiele und des Ensemble Modern | Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes (D) 31

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