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Programmheft "Impresario Dotcom"

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kalkuliert – aus

kalkuliert – aus Egoismus, Erfolgsdruck und Angst heraus. Hinter Orfeo, Olympia, Carmen, Violetta und Tamino stecken Individuen unse- rer realen Welt, die sich aber nur noch in Zitaten zu zeigen vermögen. Goldoni war ein Meister des doppelten Spiels und der Selbstdarstellung seiner Figuren. Welche Bedeutung kommt in Impresario Dotcom den Masken in ihrer Vielfalt zu? Was verhüllen, was zeigen sie? LC Wir alle tragen Masken und spielen viele Rollen. In der Oper stellt sich oft die Frage: Warum bin ich hier, was will ich? Wo ist die Grenze meiner Talente und wie weit bin ich für meine Ziele bereit zu gehen? Es wird überspitzt aufgezeigt, wie wir alle überleben wollen. LO Das macht diese Opera buffa neben all der Komik auch tragisch. ES Die Masken reichen in unserer Inszenierung vom Covid-Mund- Nasen-Schutz über die Commedia-dell’arte-Halbmaske bis zum Ganzkörperkostüm. Die Maske abzulegen bedeutet, insbesondere im aktuellen pandemischen Kontext, etwas zu riskieren, sozusagen mit offenem Visier man selbst zu sein. Wofür steht die Figur des Impresario Dotcom? ES Sie ist nicht von dieser Welt, sondern vielmehr ein »übermenschliches«, mehrdimensionales Prinzip, eine Dea ex Machina, welche die anderen herausfordert. Für mich steht sie für die permanente Vision, dafür, dass meistens mehr möglich ist als es scheint – und dass wir alle ständig dazu aufgefordert sind, über unseren begrenzten Horizont zu schauen, uns zu hinterfragen, uns zu verändern. Die Fragen stellte Ingrid Lughofer. »Cantare è una questione di vita o di morte.« »Singen ist eine Sache auf Leben oder Tod.« Carlo Goldoni: Der Impresario von Smyrna 6

BIOGRAFIEN ĽUBICA ČEKOVSKÁ Komposition Ľubica Čekovská studierte Musiktheorie und Komposition in Bratislava und an der Royal Academy of Music in London und absolvierte Kurse bei Arvo Pärt sowie Harrison Birtwistle. Die slowakische Komponistin schrieb Instrumental- und Vokal- werke, Bühnen- und Filmmusik, die auf der Porträt-CD Passing Impressions zu hören ist. 2013 wurde ihre Oper Dorian Gray am Slowakischen Nationaltheater Bratislava uraufgeführt. LAURA OLIVI Libretto Laura Olivi wurde in Reggio Emilia geboren. Sie promovierte in Bologna in Germanistik und absolvierte danach ein Zusatzstudium in Theaterwissenschaften in Berlin. Von 1987 – 2000 arbeitete sie als Dramaturgin an den Münchner Kammerspielen und seit 2001 am Residenztheater München. Ihre Text- fassung von Jean Sibelius Der Sturm, 2016 uraufgeführt, wird 2021 an der Oper Graz neu inszeniert. CHRISTOPHER WARD Musikalische Leitung Christopher Ward studierte in Oxford und an der Guildhall School of Music & Drama London und war an der Bayerischen Staatsoper sowie am Saarländischen Staatstheater tätig, bevor er 2018/19 als Generalmusikdirektor ans Theater Aachen ging. Der Londoner Dirigent gastierte u. a. in Hamburg, Düsseldorf, Berlin, Graz, Salzburg, Prag, Gelsenkirchen und Bratislava sowie bei den Münchner Opernfestspielen. ELISABETH STÖPPLER Inszenierung Elisabeth Stöppler studierte Klavier, Schauspiel und Musiktheater-Regie. Sie inszenierte u. a. an den Opernhäusern in Hamburg, Hannover, Berlin, Frankfurt, der Oper Graz und der Semperoper Dresden. Seit 2014 ist sie Hausregisseurin am Staatstheater Mainz. 2019 erhielt sie den deutschen Theaterpreis DER FAUST. Bei den Bregenzer Festspielen war sie bereits 2015 mit Der goldene Drache zu Gast. 7

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