Aufrufe
vor 10 Monaten

Programmheft Symphonieorchester Vorarlberg | Enrique Mazzola | Mélissa Petit

  • Text
  • Soun
  • Leise
  • Tchut
  • Lirou
  • Schlaf
  • Komm
  • Petit
  • Canteloube
  • Lieder
  • Bregenzer

PROGRAMM Joseph

PROGRAMM Joseph Canteloube 1879-1957 Chants d’Auvergne Auswahl aus den fünf Bänden veröffentlicht 1923-1955 Sopran – 3 Flöten (auch Piccolo), 2 Oboen (auch Englischhorn), 2 Klarinetten, 2 Fagotte – 2 Hörner, 2 Trompeten – Pauke, Schlagwerk – Harfe, Klavier (auch Celesta) – Streicher Baïlèro Pastourelle La pastrouletta è lou chibalié Lo fïolairé Per l'Efan Chut, chut Obal, din lo coumbèlo Uno jionto pastouro Lou diziou bé Verlag: UNIVERSAL EDITION AG, Wien In Vertretung von Heugel/Schott Music Int., Mainz Ludwig van Beethoven 1770-1827 Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92 Uraufführung: 8. Dezember 1813, Wien 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte – 2 Hörner, 2 Trompeten – Pauken – Streicher Poco sostenuto – Vivace Allegretto Presto – Assai meno presto Allegro con brio 2

ZU DEN WERKEN Joseph Canteloube wurde 1879 in Annonay in der Region Auvergne-Rhône-Alpes geboren. Bereits als Kind nahm er Klavierunterricht bei Amélie Doetzer, einer Schülerin und engen Freundin Frédéric Chopins. Ab 1906 studierte er in Paris Komposition bei Vincent d’Indy, seiner Heimat blieb er jedoch lebenslang verbunden. Die volkstümliche Musik der ländlichen Region begeisterte ihn, er besuchte Bauern, Hirten und einfache Arbeiter, hörte ihre Melodien und Verse. Canteloube notierte und arrangierte das Liedgut in mehreren Sammlungen, darunter die Lieder der Auvergne (Chants d’Auvergne) in fünf Bänden, zwischen 1923 und 1955 herausgegeben. Die berührenden und charmanten Melodien faszinieren in ihrer schlichten Schönheit. Der Komponist behielt die variantenreiche okzitanische Originalsprache, wie sie heute u. a. noch in Südfrankreich gesprochen wird, bei und nahm die französische Übersetzung in die Partitur zusätzlich mit auf. Volksliedhafte Klänge finden sich auch in der siebten Symphonie Ludwig van Beethovens, deren ersten Satz Hector Berlioz als »Bauerntanz« bezeichnete. Fesselnde rhythmische Ideen kennzeichnen das Werk, das von taumelnder Freude über einen stilisierten Trauermarsch im Allegretto-Tempo bis zum wildwirbelnden Lebensglück führt. Richard Wagner sah darin die »Apotheose des Tanzes«. Die Symphonie wurde zusammen mit Wellingtons Sieg oder Die Schlacht bei Vittoria am 8. Dezember 1813 in der Alten Universität in Wien uraufgeführt, was im Jubel über den erfolgreichen Kampf gegen Napoleon wohl mit ein Grund war, dass Beethoven an diesem Abend den größten Erfolg zu Lebzeiten erzielte. Der zweite Satz musste sogar wiederholt werden. Der Komponist ließ es sich nicht nehmen, trotz seiner zunehmenden Taubheit selbst zu dirigieren. Organisiert wurde das Konzert von Johann Nepomuk Mälzel – er gilt übrigens als Erfinder des Metro- noms –, der die damalige musikalische Elite Wiens zur Mitwirkung gewann: Antonio Salieri, Giacomo Meyerbeer, Louis Spohr und Johann Nepomuk Hummel spielten im Orchester. Musikgeschichtlich gibt es in dieser Symphonie eine Neuheit: Beethoven schrieb darin zum ersten Mal die Lautstärkenangabe fortefortissimo (abgekürzt fff). Ingrid Lughofer 3

Unsere Dokumente für Sie:

© 2021 Bregenzer Festspiele